Schematherapie

Die Schematherapie im Therapiezentrum am Hellweg

Die Schematherapie ist eine innovative Form der Psychotherapie, die Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) mit Aspekten der gestalttherapeutischen, psychoanalytischen und konstruktivistischen Ansätze kombiniert. Sie wurde von Jeffrey Young entwickelt, einem Psychologen, der ursprünglich mit Aaron T. Beck (dem Gründer der kognitiven Therapie) arbeitete.

Die Schematherapie zielt darauf ab, tief verwurzelte Muster oder „Schemata“ zu identifizieren und zu behandeln, die eine Person’s Denkweise, Fühlen und Handeln beeinflussen, oft in einer Weise, die dysfunktional oder selbstschädigend ist.

Hier sind die Hauptkomponenten und Konzepte der Schematherapie:

  1. Schemata: Schemata sind stabile und anhaltende Muster, die Menschen verwenden, um Informationen zu interpretieren. Sie entstehen oft in der Kindheit oder Jugend und werden durch wiederholte Erfahrungen und Interaktionen mit der Umwelt und wichtigen Bezugspersonen geformt. Diese Muster können den Selbstwert, die Beziehungen zu anderen und die allgemeine Lebenszufriedenheit erheblich beeinflussen.
  1. Modi: Modi sind momentane emotionale Zustände und Bewältigungsstrategien, die durch die Aktivierung bestimmter Schemata entstehen. Sie können als „Seiten von sich selbst“ verstanden werden, und in der Schematherapie wird oft daran gearbeitet, diese Modi zu identifizieren und zu ändern, um gesündere Bewältigungsstrategien zu fördern.
  1. Therapeutische Beziehung: In der Schematherapie wird großer Wert auf die Schaffung einer starken therapeutischen Beziehung gelegt. Der Therapeut versucht, eine sichere und unterstützende Umgebung zu schaffen, in der der Klient seine oder ihre Schemata und Modi erforschen kann.
  1. Erlebnisorientierte Techniken: Zusätzlich zu den kognitiven Techniken werden oft erlebnisorientierte Techniken verwendet, um emotionale Erfahrungen zu vertiefen und zu integrieren. Dies kann Techniken aus der Gestalttherapie, der Imagery-Technik oder anderen experientiellen Ansätzen umfassen.
  1. Behandlungsstrategien: Die Schematherapie verwendet eine Vielzahl von Strategien, um Schemata zu ändern, einschließlich kognitiver Techniken (wie die Identifikation und Veränderung dysfunktionaler Gedanken), emotionaler Fokussierung (um Zugang zu unterdrückten Gefühlen zu bekommen) und Verhaltensänderung (um neue, funktionalere Verhaltensweisen zu fördern).
  1. Integrativer Ansatz Die Schematherapie ist ein integrativer Ansatz, der Elemente aus verschiedenen therapeutischen Schulen kombiniert, um ein flexibles und umfassendes Modell zur Behandlung einer Vielzahl von psychischen Problemen zu bieten.

Anwendungsgebiete:

Die Schematherapie hat sich als effektiv bei der Behandlung einer Reihe von psychischen Störungen erwiesen, darunter Persönlichkeitsstörungen (insbesondere die Borderline-Persönlichkeitsstörung), chronische Depressionen, Angststörungen und andere.

Behandlungsverlauf:

Eine Schematherapie-Behandlung wird individuell abgestimmt und kann oft länger dauern als traditionelle kognitive Verhaltenstherapien, da sie versucht, tief verwurzelte Muster zu ändern, die oft seit der Kindheit bestehen. Diese ausführliche Erklärung bietet einen Überblick über die Grundlagen der Schematherapie und ihre Anwendung in der psychotherapeutischen Praxis.

Wir bieten Ihnen folgende Möglichkeiten der Behandlung. Am Standort Lippstadt durch Stefanie Voß https://praxis-amhellweg.de

Am Standort Salzkotten-Verne durch Ralf Baumhöfer: https://ralfbaumhoefer.de

Reservieren Sie sich gerne ein Termin zum Erstgespräch.

 

Herzliche Grüße, Ihr Praxisteam