Ralf BaumhöferOnline-Psychotherapie per Video

Angst, Zwang, depressive Symptome, Erschöpfung

Vier Bereiche, in denen ich seit Jahren arbeite. Was dahintersteckt und was wir in der Therapie konkret tun.

Angst und Panik

Donnerstag, 7:40 Uhr, Regionalexpress. Das Herz rast, die Hände sind nass. Sie steigen beim nächsten Halt aus. Den Termin verpassen Sie.

Angst ist ein nützliches Gefühl. Zum Problem wird sie, wenn sie dort auftaucht, wo keine Gefahr ist, und wenn Sie beginnen, Ihr Leben um sie herum zu bauen. Erst meiden Sie den Zug, dann die Autobahn, dann den Supermarkt am Samstag.

In der Therapie schauen wir genau hin: Welche Bewertungen gehen der Angst voraus? Was befürchten Sie konkret, und wie wahrscheinlich ist es? Dazu kommen Übungen, in denen Sie sich Situationen schrittweise wieder aussetzen. Per Video funktioniert das gut, weil Sie die Übungen ohnehin in Ihrem eigenen Alltag machen. Typische Themen sind Panikattacken, Agoraphobie, soziale Ängste und die generalisierte Angststörung.

Zwänge

Sie haben den Herd geprüft. Dreimal. Sie wissen, dass er aus ist. Nach zwei Kilometern fahren Sie trotzdem zurück.

Zwänge werden von Außenstehenden oft unterschätzt. Wer sich die Hände wäscht, bis die Haut reißt, oder Gedanken hat, die ihm selbst Angst machen, schämt sich meistens. Viele warten Jahre, bevor sie mit jemandem darüber sprechen.

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass man Zwangsgedanken loswird, indem man sie unterdrückt. Meist passiert das Gegenteil. In der Therapie arbeiten wir mit Exposition und Reaktionsverhinderung und mit der Frage, welche Regeln über Sicherheit, Schuld und Verantwortung den Zwang am Laufen halten. Zum Thema habe ich das Buch „Erst wenn ich sicher bin“ geschrieben.

Depressive Symptome

Die Steuererklärung liegt seit Wochen auf dem Schreibtisch. Schwer ist sie nicht. Unmöglich trotzdem.

Depressive Phasen zeigen sich selten als Traurigkeit allein. Häufiger als Leere, als Grübeln in Schleifen, als ein innerer Kommentar, der jeden Fehler doppelt zählt. Selbstabwertung ist dabei oft der Motor: Wer sich für wertlos hält, zieht sich zurück, und wer sich zurückzieht, findet neue Belege dafür.

Wir arbeiten an beidem, an den Gedanken und am Verhalten. Kleine, planbare Aktivitäten. Prüfung der Bewertungen, die Sie über sich selbst fällen. Bei mittelgradigen und schweren Depressionen gehört eine ärztliche Abklärung dazu, bei Bedarf auch eine medikamentöse Behandlung. Das schließt Psychotherapie nicht aus.

Erschöpfung und Burnout-Symptomatik

Sonntag, 19 Uhr. Der Magen zieht sich zusammen, weil morgen Montag ist. Der letzte Urlaub hat genau zwei Tage gehalten.

Burnout ist keine eigene Diagnose. In der internationalen Klassifikation der WHO steht es als Phänomen im Zusammenhang mit dem Beruf. Hinter dem Wort steckt oft etwas, das sich genauer benennen lässt: eine depressive Episode, eine Angststörung, Jahre ohne Grenzen zwischen Arbeit und Rest.

In der Therapie klären wir zuerst, was genau vorliegt. Dann geht es um die Überzeugungen, die Sie antreiben. „Wenn ich Nein sage, bin ich nicht belastbar.“ „Gut ist nicht gut genug.“ Solche Sätze klingen nach Pflichtbewusstsein. Sie kosten aber auf Dauer Schlaf, Gesundheit und Beziehungen.

Ihr Anliegen steht hier nicht? Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Ich sage Ihnen ehrlich, ob ich der Richtige dafür bin.